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Die Rechtslage rund um CBD

21. Mai 2021

Bei dem Kauf von CBD-Produkten sind viele Menschen unsicher und stellen sich die Frage, ob das, was sie sich gerade nach Hause bestellen, überhaupt in Deutschland legal ist. 


Doch wieso ist das Thema CBD immer noch so heikel? 


Die Hanfpflanze, aus der CBD durch die Extraktion gewonnen wird, stand bis vor kurzem noch auf der Betäubungsmittelliste der 1961 EU-Konvention. Jedoch nur, weil diese Liste seitdem nicht mehr im nennenswerten Umfang überarbeitet und an den Stand der Wissenschaft angepasst wurde. Inzwischen wissen wir schon länger, dass es in der Hanfpflanze, neben vielen anderen Cannabinoiden, psychoaktive Cannabinoide wie THC aber auch nicht psychoaktive Cannabinoide wie CBD gibt. Diese zwei Bestandteile lassen sich einfach durch technische Verfahren voneinander trennen, so dass unsere CBD Produkte zum Beispiel überhaupt kein THC mehr enthalten und somit auch nicht „high“ machen können. Dies wurde auch letztes Jahr von der UN Suchtstoffkommission so anerkannt. 

Es gibt Grauzonen, die es schwierig machen zu durchschauen, was legal ist und was nicht. Unverarbeitete Produkte der Hanfpflanze, wie zum Beispiel Hanfblüten und Zigaretten sind in Deutschland zurzeit nicht erlaubt. Auf der anderen Seite sind Liquids zum Vapen legal, solange der THC-Wert sich unter der zugelassenen 0,2%-Grenze befindet, dazu später mehr. Leider sind die Regeln auf EU- und deutscher Ebene uneinheitlich, was schnell für noch mehr Verwirrung sorgen kann. 

Wie ist die aktuelle Lage? 


Momentan ist es so, dass CBD-Produkte mit einem THC-Wert von unter 0,2% in Deutschland legal zu erwerben sind. CBD darf nicht als Lebensmittel, aber als Kosmetik- oder Vapeprodukt registriert sein. Außerdem darf das in dem Produkt enthaltene CBD nur aus zertifizierten EU-Nutzhanfsorten durch die Extraktion gewonnen werden. Samen der Hanfpflanze können geschält sowie ungeschält bedenkenlos sogar in gut sortieren Supermarktketten erworben werden. Auch aus Hanfsamen gewonnenes Hanfprotein ist zulässig. Derzeit gibt es in der EU allerdings noch keine Zulassung für CBD als Tierfutter

Worauf sollte man beim Kauf von CBD-Produkten achten?


Um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten, sollte beim Kauf auf ein paar wichtige Punkte geachtet werden. Das Produkt, zum Beispiel ein CBD-Öl, sollte als Kosmetikum deklariert sein. So ist garantiert, dass es unter anderem einem mikrobiologischen Test, aber auch Stabilitätstest unterzogen wurde. Dieser ist nämlich Voraussetzung für die Kosmetikzulassung und steht für eine ausgezeichnete Qualitätssicherung. Außerdem sollte ein Analysezertifikat vorhanden und einsehbar sein, so dass der THC-, aber auch der beworbene CBD-Wert überprüft und abgeglichen werden kann. 

Seit letzter Woche gilt auch Cannabigerol (CBG) als ein für Kosmetik zugelassener Inhaltsstoff. CBG ist neben THC und CBD ein weiteres der zahlreich in der Hanfpflanze enthaltenen Cannabinoide. Leider ist es noch nicht sonderlich weit erforscht, jedoch wissen wir, dass aus CBG THC und CBD gebildet werden können. 

Dass inzwischen immer mehr Cannabinoide in Deutschland legal erhältlich sind, ermöglicht einen positiven Ausblick auf die nächsten Jahre. Mit der Hoffnung, dass immer mehr Produkte der Hanfpflanze ohne Bedenken erworben und genossen werden können. 

Quellen:


https://www.mannheimer-morgen.de/ratgeber_artikel,-ratgeber-cbd-wie-ist-die rechtslage-bei-cannabidiol-_arid,1725199.html 
https://ec.europa.eu/food/safety/novel_food_en 
https://cbd360.de/cbd-legal-deutschland/ 
https://www.westfalen-blatt.de/Ueberregional/Nachrichten/Wissenschaft/4402458- Wissenschaft-CBD-Kauf-Ist-Marihuana-legal 
https://www.hanf-magazin.com/news/eu-kommission-ermoglicht-verwendung-von-cbg-in kosmetik/